Historischer Sieg für Österreichs Eishockey-Frauen

Keine passenden Trikots und zu wenig Verpflegung: Österreichs Eishockey-Spielerinnen kämpfen mit untragbaren Bedingungen. Deshalb fordert Iris, Mutter zweier Spielerinnen, mit ihrer Petition auf mein.aufstehn.at Gleichbehandlung im Eishockey – und das mit Erfolg!
Zum ersten Mal überhaupt zählt Österreichs Frauen-Nationalteam im Eishockey zu den zehn weltbesten Mannschaften. Ein historischer Erfolg – hart erkämpft und das unter Bedingungen, die man sich kaum vorstellen mag: Täglich nur eine Mahlzeit, unbeheizte Hütten als Umkleiden und zu große Männerkleidung [1]. Bereits im Frühjahr 2026 haben die Spielerinnen Verbesserungsvorschläge an den Österreichischen Eishockeyverband übergeben. Und wurden ignoriert. Deshalb hat das Team sogar überlegt, die WM zu boykottieren. Die Verantwortung liegt klar beim Verband: Sportlerinnen sollten sich aufs Spiel konzentrieren können – und nicht um das Nötigste kämpfen müssen.

Online-Petition schafft breite Unterstützung für die Spieler_innen
Iris kennt diese Realität aus nächster Nähe: „Meine zwei Töchter und mein Sohn spielen Eishockey. Ich weiß, wie viel Einsatz, Leidenschaft und Verzicht hinter diesem Sport stecken. Egal ob Frauen oder Männer: Unter fairen und respektvollen Bedingungen spielen zu können, sollte 2026 selbstverständlich sein.“ Deshalb hat die Mutter auf mein.aufstehn.at eine Petition gestartet. Sie fordert den österreichischen Eishockeyverband auf, die Spielerinnen der Top-Liga endlich ausreichend mit Geld und Infrastruktur zu unterstützen.
Die Forderung schlägt weit über die Eishockey-Community hinaus Wellen: 8.400 Menschen haben sich der Petition innerhalb weniger Wochen angeschlossen und etliche Medien berichten über die Schikanen der Spieler_innen.

Ein Etappensieg mit Signalwirkung
Nicht zuletzt durch die breite öffentliche Unterstützung waren die Nationalteam-Spielerinnen in Verhandlungen mit dem Eishockeyverband erfolgreich. Viele ihrer Forderungen werden umgesetzt [3]. Auch Nationaltorhüterin Luggin bestätigt das im Gespräch mit dem Standard: „Der öffentliche Druck war entscheidend.“ [3]. Für die Spielerinnen ist das mehr als eine sportpolitische Randnotiz – es ist die Anerkennung, für die sie monatelang gekämpft haben. Auch Iris ist überwältigt:
Dass sich so viele Menschen mit meiner Petition solidarisch gezeigt haben, macht mich unglaublich stolz. Ich hoffe, dieser Erfolg macht auch Frauen in anderen Sportarten Mut, aufzustehen, Ungerechtigkeiten anzusprechen und für ihre Rechte einzustehen.
Iris, Petitionsstarterin
Ganz am Ziel sind Iris und die Spielerinnen trotzdem noch nicht: Aus den einzelnen erkämpften Verbesserungen muss jetzt echte Gleichbehandlung werden. Gemeinsam mit 8.400 Unterstützer_innen hat Iris dafür einen entscheidenden ersten Schritt gemacht – jetzt gilt es, am Ball zu bleiben.
Noch nicht unterschrieben? Du kannst Iris’ Petition weiterhin unterstützen. Zeigen wir, dass Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Sport selbstverständlich sein sollte:
Quellen:
[1] faz.net, 24.08.2026: Österreichs Eishockey-Frauen drohen mit WM-Boykott
[2] Aquila20, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Luggin_at_U18_World_Championship.jpg)
[3] Der Standard, 08.09.2026: ÖEHV einigt sich mit Eishockey-Team – Torfrau Luggin: „Der öffentliche Druck war entscheidend“